Wolfgang Mothes
Ich fotografiere alles, was sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen kann, wenn ich auf der Bildfläche erscheine: In erster Linie sind das bedauernswerte Immobilien, aber künftig müssen auch wehrlose Landschaften und sogar wehrhafte Burgen damit rechnen, nicht ungeschoren davonzukommen. „Nicht ungeschoren“ will heißen, dass ich keineswegs beabsichtige, meine hilflosen Opfer in ihrer natürlichen Schönheit und Erhabenheit abzulichten, sondern sie werden so abgebildet, wie es meine nordische Seele verlangt, also schwarz, grau und weiß, düster und dramatisch statt bunt, hell und heiter. „Melancholie statt Frohsinn, Tragödie statt Komödie“, heißt die Parole. Ob es mir gelungen oder misslungen ist, meine finsteren fotografischen Absichten umzusetzen, darf dann der Betrachter entscheiden.

Jetzt kommt der Ernst-Modus:
Mein großes Interesse gilt den zeitlosen Fotografien, egal aus welcher fotografischen Richtung oder Thematik sie kommen und auch unabhängig davon, ob sie farbig oder schwarzweiß sind. Wenn es mir gelingt, Bilder zu schaffen, an die sich ein Betrachter auch noch nach einer Woche erinnern kann, bin ich zufrieden.


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